Geschichte

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Entstehungsgeschichte Frauenraum EigenArt

Ab ca. 2004 stellte der Arbeitskreis Frauen und Psychiatrie fest, dass es einen Bedarf nach einem offenen Treff für seelisch belastete Frauen in Bremen gibt. Im Arbeitskreis vernetzten sich Kolleginnen aller Träger der psychiatrischen Versorgung.

In den folgenden Jahren war es wichtig, diesen großen Bedarf öffentlich zu machen und für Unterstützung zu werben.

2010 machte der AK Frauen und Psychiatrie eine Bedarfsumfrage bei den jeweils eigenen Klientinnen, aber auch durch das Auslegen von Fragebögen in den bestehenden Tagesstätten, in psychiatrischen Arztpraxen und bei Psychotherapeutinnen und -therapeuten. Innerhalb kurzer Zeit gab es 100 Unterschriften von Frauen, die einen solchen Raum nutzen würden.

Die AG Gender wurde gegründet und stellte die ersten Gender Leitlinien für Bremen auf. In diesem Zuge schlossen sich vier Träger der sozialpsychiatrischen Versorgung zusammen, um das Projekt des Frauenraums zu ermöglichen. Unterstützt von Aktion Mensch startete zunächst für drei Jahre ein Modellprojekt. Beteiligt waren der Arbeiter-Samariter-Bund / Gesellschaft für Seelische Gesundheit mbH (ASB), die Gesellschaft für ambulante psychiatrische Dienste (Gapsy), die Initiative zur sozialen Rehabilitation e.V. und der Verein für Innere Mission in Bremen. Der Verein für Innere Mission übernahm die Federführung und stellte den Projektantrag.

Im November 2014 hospitierten zwei der späteren Teamfrauen in der damals deutschlandweit einzigen Frauentagesstätte EigenSinn in München.
In der Folge gründete sich eine Arbeitsgruppe potentieller Nutzerinnen zur Erstellung einer Projektskizze in Anlehnung an das Konzept aus München.

Im Juni 2015 öffnete der Frauenraum EigenArt in der Feldstrasse 52/54 in Bremen seine Türen.

Nach einem Jahr fand ein Tag der offenen Tür statt, zu dem innerhalb eines festlichen Rahmens auch Persönlichkeiten aus dem Sozial- und Gesundheitsressort anwesend waren.

Die Notwendigkeit einer Weiterfinanzierung nach Ablauf der Förderung durch Aktion Mensch war schon innerhalb des ersten Jahres offensichtlich. Unter den Besucherinnen des Frauenraums gab es während der nächsten 2 Jahre ein großes Engagement dafür, in eine Regelfinanzierung zu kommen. Es wurden nacheinander die Sozialsenatorin, die Gesundheitssenatorin, die Frauenbeauftragte, der Psychiatriereferent und die gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion der Grünen in den Frauenraum eingeladen, um sie in offener Gesprächsrunde vom Bedarf des Fortbestehens und der Notwendigkeit einer Weiterfinanzierung des Frauenraums zu überzeugen.

Mit Ablauf der dreijährigen Förderung von Aktion Mensch wurde die Finanzierung des Frauenraums über einen einjährigen Fonds der bremischen Gesundheitsbehörde gesichert, bis Anfang 2019 die Regelfinanzierung durch das Land Bremen gefeiert werden konnte.

Im April 2020 fand der Umzug des Frauenraums in die großen hellen Räume der Dölvesstrasse 8 statt.